{"id":112,"date":"2017-09-01T10:34:38","date_gmt":"2017-09-01T10:34:38","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftsphysik.de\/cms\/?page_id=112"},"modified":"2017-09-02T14:23:33","modified_gmt":"2017-09-02T14:23:33","slug":"stimmen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wirtschaftsphysik.de\/cms\/wirtschaftsphysik\/stimmen\/","title":{"rendered":"Stimmen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Prof. Dr. Wolfgang Wonneberger,<br \/>\nVorsitzender des Pr\u00fcfungsausschusses Wirtschaftsphysik, Universit\u00e4t Ulm:<\/strong><br \/>\n&#8222;Seit Herbst 1998 bietet die Universit\u00e4t Ulm den neuen Studiengang Wirtschaftsphysik an. Er ist bisher der einzige seiner Art in Deutschland. Allerdings gibt es ihn schon in einigen Nachbarstaaten und im angels\u00e4chsischen Ausland ist das Studienfach &#8222;Physics and Economy&#8220; nichts Ungew\u00f6hnliches mehr.<br \/>\nDer neue Studiengang tr\u00e4gt dem Umstand Rechnung, dass die \u00fcberwiegende Zahl der Absolventen des Physikstudiums eine Berufst\u00e4tigkeit au\u00dferhalb von Forschung und Lehre findet. F\u00fcr diese T\u00e4tigkeiten sind Kenntnisse in Informatik und Wirtschaftswissenschaften wichtiger als vertiefte Einsichten in die Grundlagen der Physik.<br \/>\nAus diesem Grunde ist im Fach Wirtschaftsphysik nur eine halbj\u00e4hrige Diplomarbeit vorgesehen, bei der die Studierenden zudem aus einem weiten Spektrum auch von nicht-physikalischen Themen w\u00e4hlen k\u00f6nnen. Insgesamt sind etwa ein Drittel der Studieninhalte des klassischen Physikstudiums durch solche aus Informatik und Wirtschaftswissenschaften ersetzt. Eine Schl\u00fcsselrolle bei der Ausbildung kommen dabei den \u00dcbungen und Praktika zu.<br \/>\nDer neue Studiengang wurde von der Wirtschaft positiv aufgenommen. So schreibt Frau Dorothea Roensch von Arthur Anderson Consulting: &#8222;Wir w\u00fcrden uns freuen, wenn wir einige Ihrer Studenten als Praktikanten und sp\u00e4ter als Assistenten in unserem Hause begr\u00fc\u00dfen k\u00f6nnten.&#8220;<br \/>\nDer Personalleiter Hans-Rainer Oehmke bei IBM teilt mit: &#8222;Wir wollen Ihren Studentinnen und Studenten bei uns in B\u00f6blingen eine Vielzahl von M\u00f6glichkeiten f\u00fcr einen Einstieg bei IBM anbieten: Ob in Form von Praktika, Diplomarbeiten oder als neues Mitglied in unserem Entwicklungsteam &#8211; sie sind uns herzlich willkommen.&#8220;<br \/>\nFrau Antje Rauch von der Dresdner Bank\/e-Services stellt fest: &#8222;Sie haben ein abgeschlossenes Studium oder werden dieses in K\u00fcrze beenden und bringen Spa\u00df an der Analyse und Programmierung und Interesse an neuen Technologien im IT-Umfeld mit. Wenn Sie dar\u00fcber hinaus Kreativit\u00e4t besitzen und sich schnell in neue Themen einarbeiten sowie \u00fcber gute Englischkenntnisse verf\u00fcgen, so freuen wir uns auf Ihre Bewerbung.<br \/>\nHerr Speidel von der Siemens AG schreibt: &#8222;Die Verkn\u00fcpfung von Physik, Informatik und Wirtschaftswissenschaften bietet sicher den Studenten\/Absolventen vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten der Berufswahl.&#8220;<br \/>\nSchlie\u00dflich bemerkt der FOCUS in seiner Ausgabe 43\/1999 \u00fcber innovative Studieng\u00e4nge: &#8222;Dipl. Phys. oec.: Hinter diesem K\u00fcrzel verbergen sich Multitalente, die einen Mix aus Physik, Mathematik, Informatik und Betriebswirtschaftslehre beherrschen.&#8220;<br \/>\nGegenw\u00e4rtig sind etwa die H\u00e4lfte der neu eingeschriebenen Studierenden des Fachbereiches Physik solche des Faches Wirtschaftsphysik. Obwohl es noch einige Jahre dauern wird, bis erste konkrete Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt vorliegen, bin ich sicher, dass den jungen Wirtschaftsphysikerinnen und Wirtschaftsphysikern gl\u00e4nzende Berufsaussichten winken.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Franz Schweiggert,<br \/>\nAbteilung Angewandte Informationsverarbeitung, Universit\u00e4t Ulm:<\/strong><br \/>\n&#8222;Ich denke, die Idee &#8218;Wirtschaftsphysik&#8216; ist sehr gut. Ich stelle mir darunter einen naturwissenschaftlich gepr\u00e4gten &#8218;Wirtschaftler&#8216; vor, der als Physiker sowohl eine exzellente mathematische wie auch auch allgemein naturwissenschaftliche Basis hat.<br \/>\nPhysik und Mathematik sind ja traditionell eng verwandt und befruchten sich seit langer Zeit gegenseitig. Physiker mit starkem Informatik-Bezug sind aufgrund ihrer erlernten Denk- und Arbeitsweisen in der IT-Branche sehr gefragt; ich habe dies insbesondere auch aus dem Bereich Finanzdienstleitungen immer wieder von Praktikern gehoert.<br \/>\nVerbindet man Letzteres mit dem Begriff Wirtschaftsphysik, so ergibt sich also eine fast ideale Kombination: Die Physik als &#8218;Denk- und Arbeitsschule&#8216;, viele Methoden aus der Physik werden heute im Bereich der Finanzdienstleistungen (z.B. Risiko-Modellierung) angewandt. Wenn dazu der wirtschaftswissenschaftliche Background kommt und vor allem auch eine solide Informatik-Komponente, so wird daraus eine runde Sache. Man mu\u00df allerdings der Praxis den Begriff &#8218;Wirtschaftsphysik&#8216; erl\u00e4utern; dies hat bei der Wirtschaftsmathematik auch eine Weile gebraucht. Dazu muss nat\u00fcrlich mehr Publicity gemacht werden.<br \/>\nIch denke, ein Wirtschaftsphysiker hat beste Chancen, wobei aber die Informatik eine wichtige Rolle spielt &#8211; ohne sehe ich das Potential nicht ganz so gut!&#8220;<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Dieter Beschorner,<br \/>\nAbteilung Unternehmensplanung, Universit\u00e4t Ulm:<\/strong><br \/>\n&#8222;Grundidee f\u00fcr die Einrichtung des Studiums des Wirtschaftsphysikers war die Erkenntnis, da\u00df der Physiker in zunehmendem Ma\u00dfe mit Problemen konfrontiert wird, f\u00fcr deren L\u00f6sung er aufgrund seines naturwissenschaftlichen Studiums allein nicht ausreichend ausgebildet ist: Wirtschaftliche und rechtliche Fragen, Organisation menschlicher Arbeit und gesellschaftlicher Probleme, zunehmende Globalisierung aller T\u00e4tigkeitsfelder und Unternehmungen.<br \/>\n\u00c4hnlich wie bei den schon seit mehreren Jahrzehnten angebotenen Studieng\u00e4ngen zum Wirtschaftsingenieur ist auch beim Wirtschaftsphysik-Studiengang die Vermittlung der Kombination technisch-naturwissenschaftlicher Kenntnisse und der analytischen Denkweise mit \u00f6konomischen Sachverhalten und Konzeptionen Basis dieses Diplomstudienganges. Damit k\u00f6nnen die Absolventen der Wirtschaftsphysik koordinierend und integrierend an der Schnittstelle zwischen Physik und Technik sowie kaufm\u00e4nnischem Bereich wirken und sich f\u00fcr die \u00dcbernahme von F\u00fchrungsaufgaben qualifizieren.<br \/>\nSomit k\u00f6nnen sie perfekt die Rolle des Mittlers zwischen den Spezialisten \u00fcbernehmen und sind mit ihrer fach\u00fcbergreifenden Denkweise der Komplexit\u00e4t der Aufgaben in Wirtschaft und Verwaltung gewachsen.&#8220;<\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"briefe\"><\/a><strong>VDI (Verein Deutscher Ingenieure), Dr. F. Schr\u00f6der-Oeynhausen,<\/strong><br \/>\n(Brief an den Dekan der Fakult\u00e4t f\u00fcr Naturwissenschaften. 25.03.1998):<br \/>\n&#8222;Die Einrichtung eines Studiengangs Wirtschaftsphysik bietet insbesondere generalistisch veranlagten Interessenten die M\u00f6glichkeit, im Rahmen eines naturwissenschaftlichen Studiums auch kaufm\u00e4nnisches Wissen zu erwerben, welche f\u00fcr jedwede T\u00e4tigkeit in der freien Wirtschaft von gro\u00dfem Nutzen ist. Die Marktchancen der Absolventen w\u00fcrde ich aus eigener Erfahrung als sehr gut bezeichnen. Mein Berufswunsch, beratend und koordinierend auf naturwissenschaftlichem Gebiet t\u00e4tig zu sein, wurde mit der Einstellung als Technologieberater beim VDI schon drei Wochen nach der Promotionspr\u00fcfung erf\u00fcllt. Die w\u00e4hrend des Physikstudiums erworbenen betriebswirtschaftlichen Zusatzkenntnisse spielten dabei sicherlich eine wichtige Rolle. &#8230;Bisher mu\u00df ein kaufm\u00e4nnisch interessierter Physikstudent einen gro\u00dfen Aufwand betreiben, um sich dieses Zusatzwissen anzueignen.&#8220;<\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"zeitung\"><\/a><strong><br \/>\nDIE ZEIT (06.08.1998):<\/strong><br \/>\n&#8222;Das Ulmer Angebot richtet sich an Abiturienten, die zwar mit dem Physikstudium lieb\u00e4ugeln, aber statt akademischer Weihen gutbezahlte Industrieposten im Sinn haben.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Physikalische Bl\u00e4tter (September 1998):<\/strong><br \/>\n&#8222;Analog dazu prognostizieren die Experten auch dem neuen Fach Wirtschaftsphysik hohe Akzeptanz in Wirtschaft und Industrie.&#8220;<\/p>\n<p><strong>S\u00fcdwestpresse (26.06.1998):<\/strong><br \/>\n&#8222;Ausbildungsziel ist nach Darstellung von Prof. Othmar Marti nicht die Forschung. Die Verbindung von Physik und Wirtschaftswissenschaften er\u00f6ffne Arbeitsfelder in der Produktion, im Marketing oder im Management.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Schw\u00e4bische Zeitung (26.06.1998):<\/strong><br \/>\n&#8222;Die Universit\u00e4t Ulm verl\u00e4\u00dft den traditionellen Weg, Physiker ausschliesslich f\u00fcrs Forschungslabor auszubilden.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prof. Dr. Wolfgang Wonneberger, Vorsitzender des Pr\u00fcfungsausschusses Wirtschaftsphysik, Universit\u00e4t Ulm: &#8222;Seit Herbst 1998 bietet die Universit\u00e4t Ulm den neuen Studiengang&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":79,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-112","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wirtschaftsphysik.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/112","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wirtschaftsphysik.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/wirtschaftsphysik.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftsphysik.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftsphysik.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=112"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/wirtschaftsphysik.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/112\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":114,"href":"https:\/\/wirtschaftsphysik.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/112\/revisions\/114"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftsphysik.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/79"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wirtschaftsphysik.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=112"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}